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Hamburg, Deutschland (seit 2008-2017) | Forschung zum Klimawandel

Initiative Pro Klima unterstützt Forschungsprojekt zu Auswirkungen des Klimawandels

Forschungsschiff mit Niederschlagsmessinstrumenten
Forschungsschiff mit Niederschlagsmessinstrumenten

Als weiteren Bereich unseres gemeinnützigen Umwelt-Engagements unterstützen wir mit der Initiative Pro Klima die Klimaforschung. Ziel des durch uns finanzierten Forschungsprojekts ist es, die Auswirkungen des Klimawandels besser zu verstehen und Schlussfolgerungen für ein umweltschonendes Handeln abzuleiten. Im Rahmen der Klimaschutzprojekte wird das Projekt OceanRAIN (Ocean Rain And Ice-phase precipitation measurement Network for surface validation) am Exzellenzcluster CliSAP der Universität Hamburg gefördert. Zielsetzung ist es, die Beziehung zwischen Klimawandel und Niederschlägen durch Langfristmessungen des Niederschlags auf den weltweiten Ozeanen zu untersuchen. Dafür müssen Satellitendaten überprüft werden. Für die Datensammlung sind insgesamt neun Forschungsschiffe verschiedener Nationen mit Niederschlagsmessinstrumenten (Disdrometern) ausgestattet, davon gegenwärtig sieben Schiffe mit einer langfristigen Ausrichtung. Ein Disdrometer ist ein Messgerät, das jeden Tropfen oder jede Schneeflocke einzeln optisch registriert und daraus die Niederschlagsmenge pro Quadratmeter, getrennt für Regen und Schnee, berechnet. Auch im Jahr 2015 gab es einige wichtige Meilensteine für das Forschungsprojekt. Zusätzlich zur Niederschlagsrate berechnet OceanRAIN jetzt auch die Verdunstungsrate entlang der Schiffsspuren. Die Differenz dieser Werte, der sogenannte Süßwasserfluss, ist eine sensible Klimamessgröße und wird in unserem Datensatz erstmalig systematisch gemessen. Neue nationale und internationale Kooperation ermöglicht Langfrist-Installationen in bislang unerforschten Gewässern: Das amerikanische Forschungsschiff Roger Revelle befährt mit einem Disdrometer systematisch den tropischen Pazifik und das Luxuskreuzfahrtschiff The World fährt mit unserem Gerät weltweite Ziele an. In Vorbereitung sind systematische Messungen an Bord des australischen Eisbrechers Aurora Australis zur Erfassung der Ozeane rund um die Antarktis.